Deutsche Bundesregierung verabschiedet ELENA: 40 Millionen Arbeitnehmer benötigen 2012 die digitale Signaturkarte

Berlin - 30. Juni 2008 - Die deutsche Bundesregierung hat vergangene Woche den elektronischen Einkommensnachweis (ELENA) auf den Weg gebracht. Künftig brauchen rund 40 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland eine Chipkarte mit einer elektronischen Signatur. Denn ab 2012 wird dieser digitale Schlüssel für den Zugang zu bestimmten Sozialleistungen notwendig sein. Beantragt der deutsche Arbeitnehmer dann beispielsweise Kindergeld, so muss er die zuständige Behörde mit seiner elektronischen Signatur dafür autorisieren, auf seine digital gespeicherten Einkommensdaten zuzugreifen.

Ziel der deutschlandweiten Einführung von ELENA ist es, einen medienbruchfreien Prozess zwischen Wirtschaft und Verwaltung herzustellen. Dadurch werden Unternehmen und Behörden um jährlich 85 Millionen Euro entlastet. Bearbeitungszeiten von Anträgen werden kürzer. Fehlerquellen in der Datenbearbeitung werden reduziert. Außerdem können Behördengeschäfte von zuhause aus abgewickelt werden. Die deutsche Bundesregierung geht einem Bericht zufolge außerdem ausdrücklich davon aus, dass die digitale Signatur künftig auch in anderen Bereichen des täglichen Lebens, so etwa beim sicheren Einkaufen im Internet, mehr und mehr verwendet wird.

Der Gesetzentwurf soll noch 2008 verabschiedet werden. In der Folge ist davon auszugehen, dass Behörden, Unternehmen und Arbeitnehmer bis 2012 schrittweise in entsprechende Chipkartenlösungen investieren werden. Als Trägermedium für die elektronische Signatur ist keine spezielle Karte notwendig. Der Signaturschlüssel kann auf dem neuen elektronischen Personalausweis, der elektronischen Gesundheitskarte oder etwa der EC-Karte gespeichert sein. Die Bundesregierung möchte alle elektronischen Kommunikationsprozesse im Zusammenhang mit Chipkarten homogenisieren.
 
 Copyright © 2012 cit GmbH Stand: 23.7.2008 Drucken Merken Impressum